Garnelenarten erklärt: Welche Arten Du kennen solltest
Tausende Arten, dutzende Namen – und im Kühlregal dann doch immer dieselbe Frage: Welche Garnele nehme ich jetzt eigentlich? Wir bringen Ordnung ins Becken.
Ob auf der Pasta, beim Grillen oder auf die Hand im Krabbenbrötchen – Garnelen gehören zu den beliebtesten Meeresfrüchten der Welt. Trotzdem herrscht beim Einkauf oft Verwirrung. Shrimps, Prawns, Gambas, Krevetten: Dieselben Tiere tragen je nach Sprache und Region völlig unterschiedliche Namen. Dazu kommen zahlreiche Arten in allen Größen, Farben und Preisklassen.
Welche Garnelenarten es wirklich gibt, was sie unterscheidet und welche Sorte für welches Gericht die beste Wahl ist – wir erklären es Dir.
Was sind Garnelen – und warum so viele Begriffe?
Im Deutschen ist "Garnele" ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von unterschiedlichen, in der Bodenzone lebenden oder freischwimmenden Krebstieren. Biologisch handelt es sich dabei nicht um eine einheitliche Gruppe im engeren Sinn, sondern um unterschiedliche Arten innerhalb der Zehnfußkrebse (Decapoda), zu denen auch Hummer und Krabben gehören.
Weltweit sind mehr als 2.000 Garnelenarten bekannt, die in sehr unterschiedlichen Lebensräumen vorkommen — von arktischen Gewässern bis zu tropischen Lagunen und von flachen Küstenbereichen bis in größere Tiefen.
Unsere Garnelenauswahl
ohne Kopf & Schale, entdarmt | 120 g
CHF 19.99*
CHF 166.58 /kg
ohne Kopf, entdarmt | 120 g
CHF 17.99*
CHF 149.92 /kg
mit Kopf & Schale | 1 kg, L - XXL
ab CHF 79.99*
MEER-Rabatt
ohne Kopf, entdarmt | 160 g, 400 g
ab CHF 8.99*
MEER-Rabatt
ohne Kopf, entdarmt | 160 g - M, 800 g - L
ab CHF 9.99*
Im Angebot
ohne Kopf, entdarmt | GOOD GAMBA, Bio Black Tiger & Rotgarnele
ab CHF 31.49*
Shrimps, Prawns, Gambas & Co.: Was steckt hinter den Namen?
Shrimps ist schlicht der englische Begriff für Garnelen – im Handel meist für kleinere Exemplare mit einer Größe von etwa 2-3 cm verwendet. Prawns bezeichnet im Englischen tendenziell größere Tiere, eine einheitliche Grenze gibt es jedoch nicht einmal unter Köchen und Fischhändlern.
Gamba ist der spanische Begriff für Garnele und wird oft für größere Garnelen, etwa zwischen 3 und 6 cm groß, verwendet. Crevette wiederum ist die französische Übersetzung. Scampi hingegen ist ein häufig missverstandener bzw. falsch verwendeter Begriff: Scampo ist der italienische Name für den Kaisergranat. Diese Tiere sind keine Garnelen, sondern gehören zur Familie der Hummerartigen. Im Gegensatz zu Garnelen besitzen Scampi Scheren und haben einen deutlich breiteren Schwanz. Scampi sind im Geschmack etwas feiner und nussiger als Garnelen, während Garnelen eher knackig-fest im Biss sind und süßlich bis leicht mineralisch schmecken.
Kaltwasser- vs. Warmwassergarnelen
Die wichtigste Trennlinie bei Garnelen verläuft entlang der Wassertemperatur: Sie bestimmt maßgeblich Größe, Wachstumsgeschwindigkeit und Geschmack.
Kaltwassergarnelen: Diese Garnelenart lebt in den nördlichen Meeren – Nordatlantik, Arktis, Teile des Pazifiks – bei Wassertemperaturen unter 10 °C, oft in mehr als 100 Metern Tiefe. Ihr langsames Wachstum ist ihr Markenzeichen: Das Fleisch wird dadurch besonders zart und aromatisch. Das wohl bekannteste Beispiel ist die Nordseegarnele (Pandalus borealis), auch Eismeergarnele genannt.
Warmwassergarnelen: Diese Garnelen stammen aus tropischen und subtropischen Regionen – Indischer Ozean, Pazifik, tropischer Atlantik. Sie wachsen deutlich schneller, werden größer und fallen durch leuchtende Farben auf. Neben den bekannten Arten Black Tiger und White Tiger zählt auch die Obsiblue Südseegarnele aus Neukaledonien zu dieser Gruppe.
Die wichtigsten Garnelenarten im Überblick
Von über 2.000 Arten dominieren nur wenige den Markt. Diese sechs solltest Du kennen:
Kurzer Faktencheck: Die sogenannte "Nordseekrabbe" ist eigentlich keine Krabbe, sondern eine Garnelenart – weshalb sie auch korrekt "Nordseegarnele" heißt.
Nordseegarnele – der heimische Klassiker
Die Nordseegarnele (Crangon crangon) wird vor allem in der Nordsee und dem Nordatlantik gefangen. Ihr Fleisch ist zart und süßlich – perfekt für das klassische Krabbenbrötchen, als Garnitur auf Fischfilets oder im Rührei.
White Tiger – der Allrounder
Die Weißfußgarnele (Litopenaeus vannamei) hat eine helle bis grau-grünliche Färbung, einen langgestreckten Körper und eine eher dünne Schale. Sie zeichnet sich durch einen milden bis leicht süßlichen Geschmack sowie einen festen Biss aus. Die Garnele ist besonders verbreitet und gilt als wichtigste Zuchtgarnele - auch bei unserer GOOD GAMBA handelt es sich daher um eine White Tiger Garnele. Als vielseitiger Allrounder eignet sie sich besonders für Salate, Pasta oder andere Alltagsgerichte.
Black Tiger – der Shootingstar
Die Schwarze Tigergarnele (Penaeus monodon) ist größer als die White Tiger Garnele und ist erkennbar an ihren dunklen Streifen am Panzer. Sie gilt als besonders markante Riesengarnele mit fester Struktur. Im Geschmack ist sie eher kräftiger, oft mit leicht süßlich-nussigem Aroma. Die Black Tiger Garnele eignet sich besonders für Gerichte, bei denen sie im Mittelpunkt steht und ist prädestiniert für die Zubereitung auf dem Grill oder in der Pfanne.
Argentinische Rotgarnele – wild und edel
Die Argentinische Rotgarnele (Pleoticus muelleri) stammt aus den kalten Gewässern vor Patagonien und wird in der Regel wild gefangen. Ihr charakteristisches Merkmal ist die rote Farbe bereits im rohen Zustand und ihre zarte Textur. Geschmacklich ist sie nussig-würzig mit feiner Süße – am besten mit Schale gegart, da viel Aroma im Panzer steckt.
Carabinero Garnele – die Rarität aus der Tiefsee
Die Carabinero (Aristaeopsis edwardsiana) ist eine große, tiefrote Riesengarnele, die in 500-700 Metern Tiefe lebt und als besonders edel gilt. Das langsame Wachstum in kalten Tiefseegewässern macht sie zur geschmacklichen Kostbarkeit: vollmundiges, nussig-süßes Fleisch mit festem Biss. Sie wird oft als „Königin der Gambas“ beschrieben. Am besten pur oder mit wenig Würze zubereiten – hier braucht es nicht viel.
Gambero Rosso - die Königin aus den Tiefen des Mittelmeers
Die Gambero Rosso (Aristaeomorpha foliacea) stammt aus dem Mittelmeer vor Sizilien – ebenfalls in bis zu 700 Meter unter der Meeresoberfläche. In dieser kühlen, lichtlosen Tiefe entwickelt sie ihr unverwechselbares Merkmal: die intensiv purpurrote Färbung, die schon im rohen Zustand sichtbar ist. Ihr Fleisch ist zart und dabei angenehm fest im Biss, geschmacklich süßlich-kräftig mit einer feinen Vollmundigkeit. Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Qualität gilt sie als Liebling der Sterneküche und ist besonders vielseitig einsetzbar.
Obsiblue Südseegarnele – das blaue Juwel
Die Obsiblue (Litopenaeus stylirostris) ist eine echte Rarität. Sie wächst in den kristallklaren Lagunen rund um Neukaledonien heran – einem UNESCO-Weltnaturerbe im westlichen Pazifik. Ihr unverwechselbares Merkmal: die bläuliche Färbung – eine natürliche Tarnanpassung an das türkisfarbene Lagunenwasser. Die blaue Kostbarkeit ist bekannt für cremig-zartschmelzendes Fleisch mit feiner Süße und perfektem Biss. In Japan gilt sie als eine der wenigen ausländischen Garnelen, die als Sashimi-geeignet anerkannt wird.
Du bist unsicher, welche Garnele am besten zu Dir, Deinen Vorlieben und Küchenfertigkeiten passt? Mit unserem Garnelen-Quiz findest Du in nur 5 Minuten die perfekte Garnele für Dich!
Was bedeuten eigentlich Angaben wie 16/20 oder 26/30?
Die Zahlenangabe auf der Verpackung gibt an, wie viele Garnelen einem englischen Pfund (454 g) entsprechen. 16/20 bedeutet also: 16 bis 20 Stück pro Pfund. Umgerechnet auf 1 kg sind das etwa 35 bis 44 Garnelen pro Kilogramm; im Vergleich zu 16/20 sind beispielsweise 31/40 entsprechend kleinere Garnelen.
Die Faustregel: Je kleiner die Zahl, desto größer die einzelne Garnele.
Bei den Produktseiten unserer Garnelen erfährst Du unter dem Tab "Inhaltsstoffe", wie viel die einzelnen Garnelen wiegen und wie viele Garnelen sich in einer Packung befinden.
Warum werden Garnelen beim Kochen rot?
Rohe Garnelen sind häufig grau-bläulich, weil der Farbstoff Astaxanthin in der Schale an ein Protein, Crustacyanin, gebunden ist, das seine Lichtabsorption verändert. Beim Erhitzen wird diese Bindung gelöst, sodass die rot-orange Farbe sichtbar wird.
Rot gefärbte Arten wie die Argentinische Rotgarnele, die Gambero Rosso oder die Carabinero erscheinen bereits roh rötlich, weil ihre Pigmentierung anders ausgeprägt ist.
Welche Garnele passt zu welchem Gericht?
Für Salate und kalte Vorspeisen:Nordseegarnelen: Der Klassiker - zum Beispiel für Krabbenbrötchen oder als Garnitur
Vorgekochte Garnelen: Zeitsparend, zum Beispiel für Shrimp Cocktails
Obsiblue: Roh als Carpaccio oder Ceviche
Zum Grillen: Black Tiger: Der Grillklassiker - festes Fleisch, kräftiger Biss, ideal zum Marinieren oder für Spieße
White Tiger: Mild im Geschmack und besonders saftig
Obsiblue: Kurz und heiß, mit gutem Olivenöl und Salz - mehr braucht es nicht
Für Pasta & Pfannengerichte: White Tiger: Der Allrounder - Harmoniert mit cremigen Saucen, Chili, Knoblauch oder Gemüse
Black Tiger: Bleibt auch bei hoher Hitze schön bissfest und knackig
Argentinische Rotgarnele: Verleiht Pasta mit ihrem feinen, leicht süßlichen Geschmack eine besonders edle Note
Für asiatische Gerichte: Black Tiger: Der Favorit für Wok, Curry und gebratenen Reis – bleibt angenehm fest und nimmt Aromen hervorragend auf.
White Tiger: Vielseitig einsetzbar in Currys, Suppen oder Nudelgerichten mit ihrer milden, feinen Note
Obsiblue: Ideal für Sushi, Sashimi, Poke Bowls oder andere rohe Gerichte
Fazit: Garnele ist nicht gleich Garnele
Ob zarte Nordseegarnele, vielseitige White Tiger oder aromatische Black Tiger – die Wahl der Garnele entscheidet über das Ergebnis auf dem Teller. Die wichtigsten Faktoren: Herkunft, Größe und Zuchtmethode.
Für den Alltag ist die White Tiger Garnele ein unkomplizierter Allrounder. Wer es besonders aromatisch mag, greift zur Black Tiger oder Argentinischen Rotgarnele. Und für echte, besondere Genussmomente sind die Carabinero oder die Obsiblue Südseegarnele die ideale Wahl.
Häufige Fragen zu Garnelen
Was bedeutet die Zahlenangabe wie 16/20 oder 26/30 bei Garnelen?
Die Zahlen geben an, wie viele Garnelen einem englischen Pfund (454 g) entsprechen. Bei 16/20 bedeutet das, dass 16 bis 20 Garnelen zusammen ein Pfund wiegen. Je kleiner die Zahl, desto größer sind die einzelnen Garnelen.
Was ist der Hauptunterschied zwischen Black Tiger und White Tiger Garnelen?
Die White Tiger Garnele ist meist die mildere, etwas feinere und alltagstauglichere Variante, Black Tiger die größere, kräftigere und optisch markantere Garnelenart. Wenn du eine Garnele für dezente, vielseitige Küche suchst, passt White Tiger oft besser. Wenn du größere Stücke mit etwas mehr Präsenz auf dem Teller willst, ist Black Tiger meist die bessere Wahl.
Warum wechseln Garnelen beim Kochen ihre Farbe von grau zu rot?
Rohe Garnelen enthalten den Farbstoff Astaxanthin, der an ein Protein gebunden ist und dadurch grau-blau erscheint. Beim Erhitzen verändert sich die Proteinstruktur, der Farbstoff löst sich und zeigt seine natürliche orangerote Farbe.
Was ist der Unterschied zwischen Kaltwasser- und Warmwassergarnelen?
Kaltwassergarnelen leben in nördlichen Meeren bei Temperaturen unter 10 °C, wachsen langsam und haben dadurch zartes, aromatisches Fleisch. Warmwassergarnelen stammen aus tropischen Regionen, wachsen schneller, werden größer und haben leuchtendere Farben. Die meisten verkaufen Garnelen sind Warmwasserarten.
AUTOR
Annika von HONEST CATCHAnnika ist als Social Media & Content Managerin immer auf der Suche nach den neuesten Trends und viralen Momenten. Ob Sushi-Eis oder Dumpling Lasagne, guter Genuss steht dabei immer an ersten Stelle.
Zuletzt aktualisiert: 27.08.2026